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Allensbach: Immobilien statt Rente für die Altersvorsorge

Jährliche Allensbach-Studie „Altersvorsorge in Deutschland 2010/2011“ im Auftrag der Postbank (Artikel der FTD vom 7.10.2010)

Wegen der Finanzkrise hat Allensbach zufolge bereits jeder fünfte Arbeitnehmer in Deutschland seine private Altersvorsorge gekappt – mit steigender Tendenz. Demnach haben unter allen Berufstätigen 20 (Vorjahr: 17) Prozent private Vorsorgeverträge gekündigt oder reduziert – unter den über 50-Jährigen sogar 23 (17) Prozent.  Auslöser scheint die Sorge um die Staatsverschuldung zu sein:

Staatsverschuldung und Altersvorsorge im Bewußtsein der Deutschen (Allensbach 2010)

Neben das in Deutschland traditionelle Unbehagen mit diesem Thema tritt 2010 sichtbar die Furcht hinzu, falsche Entscheidungen bei der Wahl geeigneter Maßnahmen zu treffen. So wurden bestehende Altersvorsorge-Verträge von inzwischen 20 Prozent aller Berufstätigen in Deutschland nach den Erfahrungen der Finanz- und Wirtschaftskrise gekündigt oder reduziert.

Verhalten der Deutschen bei Vorsorgeprodukten (Allensbach 2010)

Zwei Drittel aller Berufstätigen sehen im eigenen Haus oder einer eigenen Wohnung eine „ideale Form der Alterssicherung“. Die staatliche Förderung eines Eigenheimerwerbs halten entsprechend auch 76 Prozent von ihnen für eine gute Idee. Und für 58 Prozent ist sie auch ein Anreiz, die eigenen vier Wände zu kaufen oder zu bauen.

Immobilienbesitz als Altersvorsorge bei den Deutschen (Allensbach 2010)

Anmerkung des Verfassers:

Fondsgebundene Rentenversicherungen konnten den Rückgang bisher nicht auffangen. Angesichts der hohen Gebühren von Fonds + Versicherung sind direkt investierende Immobilien-Fonds mit geringen Gebühren wirtschaftlich vorteilhafter.

Vor dem Hintergrund des weiterhin knappen Zinshaus-Angebotes in den Metropolregionen stellt der von Hamburger Immobilien- und Fonds-Experten erfolgreich gestartete Nachhaltige Wohnimmobilien Renditefonds Nord eine interessante Anlagemöglichkeit in Wohnimmobilien der Hansestadt dar. Durch die langfristig gewachsenen Einkaufskontakte hat der Fonds seine Einkaufsparameter in 2010 gegen den Markttrend verbessert. Der Fonds plant eine Rendite von 7,1% p.a. vor Steuern und 6,9% p.a. nach Steuern.

Autoren der Studie: Institut für Demoskopie Allensbach.
Link zur Studie:  “Postbank Studie zur Altersvorsorge in Deutschland“
Link zum Artikel:  FTD- „Jeder fünfte hat seine private Altersvorsorge gekappt” [7.10.2010]

Verfaßt von: Christoph Marloh

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Union Invest: Nachhaltige Immobilienfonds liegen im Trend

Union Investment Studie zum nachhaltigen Vermögensmanagement bei institutionellen Investoren vom 20.5.2010

In ihrer jährlichen Studie zum nachhaltigen Vermögensmanagement untersucht Union Investment die Einstellungen institutioneller Investoren. Die Studie zeigt interessante Trends.

Institutionelle Anleger hätten im Jahre 2009 ihr Engagement in nachhaltigen Investments weiter ausgebaut. Dies zeige die zweite Studie von Union Investment zu nachhaltigen Investments bei institutionellen Investoren. Von März bis April 2010 wären 242 deutsche Großanleger wie Versicherungen, Pensionskassen und kirchliche Investoren mit einem Anlagevolumen von insgesamt 920 Mrd. EUR befragt worden. Zwei Drittel (68 Prozent) der Profianleger waren im Frühjahr 2010 in ökologisch, sozial oder ethisch ausgerichtete Anlageprodukte inves-tiert. Ein Jahr zuvor waren es 64 Prozent. Der Anteil nachhaltiger Investments am Gesamtportfolio hat sich bei den Investoren im Vergleich zum Vorjahr um 76 Prozent erhöht.

Als wichtigstes Motiv für die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien sähen institutionelle Anleger die Chancen zur Optimierung des Risikomanagements. 74 Prozent aller nachhaltig investierenden Anleger gaben dies als Grund für ihr Engagement an. Besonders für Versicherungen sei dieser Aspekt wichtig. Die jüngsten Verwerfungen an den Kapitalmärkten hätten gezeigt, dass eine rein an kurzfristigen Kennzahlen ausgerichtete Risikoeinschätzung zu kurz greife. Das Konzept der Nachhaltigkeit biete ein wertvolle Ergänzung, da es die Analyse durch weitere qualitative Aspekte ergänze.

Mit 74 Prozent und 72 Prozent seien auch die Verbesserung des Images sowie größere Chancen für PR und Marketing als Grund genannt worden. 70 Prozent der Investoren hätten damit auf die starke Nachfrage ihrer Kunden oder Mitglieder reagiert (Vorjahr: 63 Prozent).

Stichprobe der Union Investment Studie 2010

Zu den ethisch einwandfreien Anlagen, die für vermögende Privatkunden und Family Offices entwickelt wurden,  gehören die Renditefonds für nachhaltige Wohnimmobilien. Der Hamburger Nachhaltige Wohnimmobilien Renditefonds Nord erwirtschaftet mit Zinshäusern der Elbmetropole eine prognostizierte Rendite von 7,1% p.a.

Autor: Eva-Bettina Ullrich
Link zum Download des Artikels in Versicherungswirtschaft, Heft 13 [1.7.2010]

Verfaßt von: Christoph Marloh